Das stimmt, gerade in Dresden muss es musikalisch noch viel weiter vorangehen. Und mit eurem Stil macht ihr genau das, was es hier bisher in dieser Ausmaße noch nicht gegeben hat. Aber was macht ihr eigentlich, wenn ihr mal nicht am musizieren seid?
Kari: Was denkst du denn was ich mache?
Also so wie du gekleidet bist, schon irgendwas mit Klamotten. Lass mich raten, du betreibst einen Fashionladen hier in der Neustadt?!
Kari: Genau! Vorn auf der Louisenstraße, da hab ich einen. Ne quark. Aber jetzt muss ich mir irgendwas cooles ausdenken. -kurze Pause- Jaa, also ich gebe zu, ich studiere Mathe und Physik auf Lehramt.
Dhom: *lacht* Das hat aber nichts damit zu tun, dass das nicht stimmt. Ich lache einfach nur so.
Kari: Ja, es ist traurig aber wahr.
Dhom: Ich arbeite als Mediengestalter. Aber es ist nicht so ein Beruf, der mich total ausfüllt, denn ich würde mich am liebsten nur auf die Musik konzentrieren und das strebe ich jetzt auch an.
Und deswegen steht Professionalität für euch an erster Stelle?
Dhom: Exakt.
Kari: Also ich arbeite noch nicht, ich befinde mich noch in Ausbildung sozusagen.
Dhom: Zur Kindergärtnerin, das ist wirklich das Wahre.
Kari: Kindergärtnerin?! Okay, jetzt wirklich die Wahrheit. Ich gehe auf eine Privatschule für Sozialwissenschaften.
Dhom: Elite!
Kari: Aber die ganze Angelegenheit ist leider sehr langwierig.
Dhom: Hoffentlich liest das keiner deiner Dozenten!
Kari: Doch, es macht großen Spaß aber seit ich bei
live at kalibou beach bin, möchte ich zur Zeit auch nichts anderes mehr haben. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich jetzt gerade 2 Monate frei habe. Fast.
Yeah.
Dhom: Um dich nur der Musik widmen zu können.
Kari: Natürlich!
Noch mal zu euren Bandnamen. Ich dachte zuerst, es handele sich um eine reine Veranstaltung, als ich die Website sah. Wie kam es denn zu dieser Verknüpfung?
Dhom: Ich wollte was mit Live At haben, weil es unkonventionell ist. Am Anfang wollte ich, dass wir uns live at malibou beach nennen, weil es diesen Strand ja wirklich gibt in Florida. Bei diesem wurde aber veto eingelegt von May, weil die aber irgendwas mit Kali wollte. Kali, wie der Roman von Peter Hantke oder so. Muss man noch mal recherchieren, von wem der genau ist.
Kari: *lacht*
Dhom: Gut, dann haben wir uns geeinigt, machen wir eben
live at kalibou beach.
Wie wichtig ist es euch in der heutigen Zeit überhaupt noch mit Tonträgern Geld zu verdienen? Die Leute sind ja kaum noch bereit dafür, für Musik Geld auszugeben.
Dhom: Ich halte zwar nicht viel von CD-Verkäufen. Der Punkt ist allerdings, dass, wenn man sagt, man stellt seine Musik komplett kostenlos ins Netz, dann fehlt irgendwie die Wertschätzung. Die Leute laden es herunter, hören es sich an und werfen es im schlimmsten Fall weg. Aus diesem Grund, haben wir unsere Musik noch bei iTunes. Ich will damit nicht unbedingt Geld verdienen.
Viele Bands stellen ihre Werke aber trotzdem komplett kostenlos ins Netz. Aufgrund, dass dann viele Musikmagazine und Blogs auf diese Werke aufmerksam werden und verlinken. Somit werden doch viel mehr Musikinteressierte angesprochen als wenn man seine Werke nur bezahlpflichtig ins Netz stellt?!
Dhom: Der Punkt ist allerdings der, ich habe unser Album letztes Jahr an zielfache Blogs geschickt. Das komplette Album haben ungefähr 10 Blogs genommen. Wir werden es mit dem neuen Album aber wieder so machen. Aber prinzipiell zu sagen, dass wir es kostenlos auf unser Seite zur Verfügung stellen, dass will ich nicht. Denn ich bezahl dafür auch Geld. Wir nehmen es zwar do-it-yourself auf, aber wir gehen damit ins Studio. Es wird also noch gemischt und gemastert.
Und wo nehmt ihr es auf?
Dhom: Hier in Dresden. Und da möchte ich auch gleich ein nettes Dankeschön an Sven Göpfert ausrichten. Weil er unsere Sachen mischt und mastert. Und das alles auch noch sehr sehr gut.
Wir haben vorhin schon kurz darüber geredet, aber bitte erzählt trotzdem noch mal, wie es bei euch in der nächsten Zeit weitergeht.
Dhom: Ich übernehm das jetzt mal alles.
Kari: Ja, erzähl ruhig.
Dhom: Es soll im Prinzip so sein. Wir wollen im Winter das neue Album herausbringen. Es soll alles elektronischer sowie atmosphärischer, ruhiger und etwas langsamer sein. Also alles ein wenig gesetzter und anspruchsvoller. Ehm, und es soll so sein, dass wir 2012 ganz normal wieder Konzerte geben. In Hoffnung, dass es noch mehr werden als dieses Jahr. Genau, das ist eigentlich der Plan.
